Die Kraft vom Wald

SIKAWILD

Der Hirsch gehört in die Familie des Rotwilds und liefert ein kerniges, rotbraunes und schmackhaftes Fleisch. Als Edelrasse gilt der Sika-Hirsch aus japanischen und sibirischen Gebieten, der vor rund 150 Jahren über viele Regionen der Erde verbreitet wurde. Nicht nur seine etwas kleinere Körpergröße, verglichen mit unserem Rotwild, fällt auf, sondern vor allem die kulinarischen Werte seines Fleisches.

Sika-Hirsch ist bei den Wildfleisch-Gourmets eine sehr beliebte Delikatesse – sein Fleisch weist feinere Struktur auf und ist daher besonders saftig und zart.
Das Sikawild stammt ursprünglich aus Asien. Es wurde gerne im 19. Jahrhundert von Adeligen in den Wäldern und Gattern in eingesetzt. Die Hauptansiedlung aber erfolgte vor dem Ersten Weltkrieg als Gatterwild. Durch den Krieg wurde viele dieser Gatter zerstört oder wurden nach dem Krieg aufgelöst. So kamen die Tiere in die freie Wildbahn. Das Sikawild überstand in fast allen Fällen nicht nur die Umsiedlung in unser Klima ausgezeichnet, sondern entwickelte sich auch gut in freier Wildbahn und vermehrte sich durchweg rasch.

Das Sikawild ist deutlich kleiner als unser Rotwild. Der Hirsch wiegt zwischen 50 und 70kg. Die Tiere knapp 30-40kg. Charakteristisch ist am Geweih des Hirsches, neben dem Aug- und Mittelspross, die stets quer gestellte Gabel. Das Sommerhaar ist fuchsrot bist rotbraun und hell gefleckt, im Winter verfärbt sich diese dunkelbraun. Durch die kräftigen Vorderläufe und der überhöhten Rückenpartie wirkt das Wild sehr stämmig und imposant.

Die Hirsche verfärben im Frühjahr nach dem Abwerfen. Schiebende Hirsche tragen die Sommerdecke, der Kolbenhirsch verfärbt zurück zur Winterdecke und fegt das Geweih zur gleichen Zeit, Ende August. Weibliches Wild verfärbt im Frühjahr vor dem Setzen und im Herbst Anfang Oktober. Im Winterhaar sind die Tiere gleichmäßig graubraun, an der Bauchseite etwas heller, aber gleichmäßig übergehend ohne Absatz.

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